Gegen den Ball getreten: Hamburch

Ich mache keinen Hehl daraus: Mein Herz schlägt für  Hallenhalma den FC St. Pauli. Schon von jeher sind es die Kiezkicker, die Freibeuter der Liga, die Weltpokalsieger-Besieger, die in meinen feuchten Fußball-Träumen herumgeistern. Es riecht nach ehrlichem Schweiß, nach Hafenarbeitern und Möwenkot, nach Astra ohnehin.

In unserer Nachbarschaft wird oft genug ein — bislang ohne dauerhafte Verletzungen geführter — Krieg um das Glaubensbekenntnis im Hamburger Fußball geführt. Ich weiß, wovon ich rede, wenn ich die Unversöhnlichkeit der Positionen und die harten Bandagen bedenke.

Darf ich mich trotzdem auch für den HSV freuen, dass er auf Platz 1 steht? Wenn nicht, dann mache ich’s trotzdem, nicht weil ich ihn so lieb habe, den HSV, sondern weil es einfach gut aussieht, zwei Hamburger Clubs auf den jeweilig ersten Plätzen der Tabellen in Liga 1 und Liga 2 zu sehen.

Wir betrachten nun zwei Screenshots mit den Tabellen der 1. und 2. Bundesliga von heute.

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[Quelle]

Da jubiliert es doch in mir! Pauli auf 1, der HSV ebenso.

Mache mir zur Feier des Tages noch eine Dose Orangenlimonade auf, die wird weggezwitschert wie nix, ich lasse es da richtig krachen, und dann bette ich mein vom Wochenenddienst beduseltes Haupt auf mein Schnuffelkissen, der Rest des Körpers sucht sich einen Platz zwischen dem geliebten Frauchen und den nicht minder geliebten Söhnen (die sich schon wieder ins Ehebett geschlichen haben).

Pauli auf Platz 1, der HSV auch. Sachen gibt’s…

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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