Das Röntgenbild, das Aquarium und der große Andrang in der Notaufnahme

Ich weiß, dass es spät ist. Ich habe auch eine Uhr. (Sogar zwei, denn der Trend geht klar zur Zweituhr.) Ich habe einen lustigen Abend in der Notaufnahme eines Hamburger Krankenhauses zugebracht. Nein, es war überhaupt nicht voll, keinesfalls. Nur etwa 16, 17 Leute, die vor mir da waren. Dann gab’s einen Notfall, schließlich die Dienstübergabe — da geht’s dann halt mal nicht so recht voran. Als ich dann mit meinem Thorax in zwei Ebenen und der Schulter nebst Scapula wieder vorne war, immer schön der roten Linie auf dem Boden folgend, waren alle im Einsatz auf den Stationen. Da hab‘ ich’s mir vorm Aquarium gemütlich gemacht, einen freundlichen Automatenkaffee für 80 Cent dazu, und bin vorm Schummerlicht des wassergefüllten Glasbehälters in die Selbstbefundung meiner Röntgenbilder eingestiegen. Nachdem ich alle beäugt und für nicht auffällig im Sinne einer Fraktur befunden hatte, kam der Mediziner zurück und bestätigte mir meine Diagnose. „Ja, der Befund ist negativ.“ (Negativ heißt ja in der Medizin positiv — und links heißt rechts und oben heißt unten etcetera pp. 😉 )
Nun könnte man versucht sein anzumerken, dass ja glücklicherweise nichts gebrochen ist. Aber: Prellungen haben einen ähnlichen Krankheitswert wie Knochenbrüche, nur dass letztere im Auge der nicht betroffenen Umwelt einen reellen Befund darstellen. Prellung — na, da könnte ja jeder kommen!

In diesem Sinne…

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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