BemekensWet: Tagesnachlese vom 21.3.09

Heute war ein ganz besonderer Tag: Meine Schwägerin Evi und ihre assoziierte Lebensform Tobi, kurz: E.T., sind aus Neuseeland zurückgekehrt. Nach 127 Tagen „Work & Travel“ kreuz & quer auf der Nord- und Südinsel. Während wir da so im Terminal 1 des Hamburger Flughafens auf den Flug aus London warteten, polterten plötzlich zwei mit Instrumenten beladene Trollis an uns vorbei. Der recht dezent aufgesprühte Name der Band verriet dem nicht mehr ganz taufrischen Auge: SLADE is in the House.

Wissen Sie, was das Praktische an Fotorucksäcken ist? Man hat alle Utensilien relativ schnell griffbereit. Oder sagen wir lieber: Hätte — denn wenn man mit Kindern auf etwas wartet, ist man(n) naturgemäß recht voll beladen mit Jacken, Trinkflaschen, selbstgemalten Begrüßungsbildern und allerlei anderen Utensilien. („Papa, kannste das mal halten?“) Ich hätte gerne ein Bild von der Ankunft dieser Kultband eingestellt, aber deren hohes Tempo und meine Insuffizienz, bedingt durch Überladung der oberen Extremitäten, wussten dies zu verhindern.

Ich merkte, wie alt ich geworden bin: Von allen Wartenden konnte ich als einziger etwas mit dem Namen Slade anfangen. „Run Runaway“, „My Oh My“, „Slam the Hammer Down“ — Slade ist bis heute die zweiterfolgreichste Band Englands, gleich nach den Beatles. Hier mal zwei Kostproben:

Weil die Sonnenscheindauer überdurchschnittlich und die Wiedersehensfreude groß war, ist die Netzzeit entsprechend kurz ausgefallen. Ein paar Fundstücke gibt’s aber: Im Blog gebildet habe ich eine neue Initiative angeregt: Statt „Made on a Mac“ nun „Made on an Eee“. (Das passende Logo inklusive.) Erst wenn Apple einen Rechner mit den kompakten Netbook-Maßen eines Eee-PC auf den Markt bringt, werde ich wieder wechseln. Steve, it’s up to you to meet my requirements!

Die Globalisierungsskritiker von Attac haben „Die  Zeit“ gefälscht und verteilt. „Die Zeit“ selbst, diese Ikone des Bildungsbürgertums, dieser qualitative Fels in der Journalistenlandschaft, „was not amused“, klar, das muss gesagt werden, aber rechtliche Schritte werden ausgeschlossen. Die original gefälschte Zeit 05/2010 finden Sie hier.

Natasha Richardson ist tot. Es gibt Dinge, die man nicht erklären kann. Nachhrichten, die sich festsetzen, so wie damals, als Heath Ledger gestorben ist. Natasha Richardsons Tod war auch so eine Nachricht.

Und nun fällt der Umschwung irgendwie schwer.

Robert Lebeck, die Fotografen-Legende, ist heute 80 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch! In Gießen ist ein spärlich bekeideter Mann (Stringtanga und Halsband sehe ich als spärlich an) quasi mit sich selbst Gassi gegangen. Auf allen Vieren auf der Straße herumkrabbeln ist doch schon ein Stück abseits der Norm.

Und was gibt die Blog’N’Roll  zum Besten? Bei Cindy von der „Blogwiese“ hat sich der Frühling breitgemacht, die Winter-Edition ist Geschichte, und ganz im Sinne des Frühlings purzeln die Winterpfunde. Der Bundeskasper berichtet über einen brasilianischen Schulatlas, der Ecuador nicht kennt und Paraguay mit Bolivien in einen Staatstopf wirft.

Kaum ist „der Ecki“ in die BlogRoll reingerutscht, da hört er auf. Und ja, es stimmt schon, wenn man merkt, dass eine gewisse Resonanz aufkommt, dann setzt man sich selbst unter Druck, der Masse etwas zu bieten. Im Gegensatz zu diesem Blog hier laufen bei Ecki auch haufenweise Kommentare ein, da pressiert es gleich doppelt. Eine Art Erwartungserwartung bahnt sich ihren Weg. Bei Ami hatten wir das kürzlich ja auch schon. Und Torsten vom Taxi-Blog nimmt sich gerade eine Auszeit.

Die „BemerkensWert“-Rubrik hat eine feine, vermutlich recht konsistente Leserschaft, dann und wann trudelt mal ein Kommentar ein, aber noch verspüre ich keinerlei Druck, weil die Zugriffszahlen dafür echt zu gering sind. Zuweilen dreistellig, immerhin. Würde ich heute den letzten „BemerkensWert“-Eintrag ankündigen, so wäre das kein Drama. Auflösungstendenzen gibt es aber schon: Wer aufmerksam hingesehen hat, dem ist aufgefallen, dass im Titel der Buchstabe „R“ nicht vorkommt. Warum? Warum nicht?

Und damit ist für heute Schluss. Allerdings nicht ohne diese Nummer hier: Moppel, der eigentlich Django heißt, sucht eine Couch. (Ja, auch die Tiervermittlung geht neue Wege.)

In diesem Sinne…

J.

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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Eine Antwort zu BemekensWet: Tagesnachlese vom 21.3.09

  1. Schweizer Taschenmesser schreibt:

    Ich fand den gestrigen Tag auch bemerkenswert. Das hat keinen besonderen Grund, er war einfach nur schön. Wir haben unseren Besuch geschnappt uns sind mit dem Zug an die See gefahren. Über Lübeck bis nach Scharbeutz und von da aus am Strand entlang nach Sierksdorf gelaufen. Sonne, Wind, Meer und gute Laune. So muss ein Wochenende sein. Abends dann noch gut gegessen und als es dunkel wurde zurück in den Zug und ab nach Hause. Und da frische Seeluft bekanntlich müde macht lag ich Viertel nach zehn friedlich schlummernd im Bett. Rechtschaffend müde, aber mit mir, der Welt und meinem Leben rundum zufrieden.

    Ausgeschlafene Grüße sendet das
    Schweizer Taschenmesser

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