BemerkensWert: Tagesnachlese vom 15.3.09

Heute mal wieder eine Tagesrückschau.

Beginnen möchte ich mit etwas, was mir per Mail ins Haus geflattert ist. Gerade, wo sich die deutsch-polnischen Beziehungen wieder normalisiert haben, kam das hier:

„Morgens, halb zehn, in Polen: Wo ist mein Knoppers?“

Damit es jedoch nicht heißt, wir seien polenfeindlich eingestellt (einige meiner besten Polen sind Freunde Freunde sind Polen) schiebe ich rasch was hinterher, was uns Deutsche betrifft: A german Captain on the Enterprise? (Den Clip bekommen Sie sogar direkt eingebunden.)

Diesen Spot kann ich nicht einbinden, aber ansehen lohnt sich wirklich. Und zeigt, dass Werbung sehr stark an Gefühle appellieren kann, wenn sie ordentlich gemacht ist.

i miss her (von ernieland bei Flickr)

i miss her (von ernieland bei Flickr)

Apropos: Fotografisch kein Hochlicht, aber das Gefühlszentrum direkt treffend, ist dieses unpretentiöse Bild  bei Flickr: „I miss her“.

Obschon ich wirklich gerne blogge, also so richtig wirklich gerne, habe ich noch immer eine natürlich Affinität zum gedruckt vorliegenden Wort. Ein komplettes Buch am Bildschirm zu lesen ist für mich kaum denkbar. Ich habe das mal versucht, dann entnervt aufgegeben und das ganze Teil ausgedruckt. Trotzdem scheint sich der Trend nicht aufhalten zu lassen, dass auch hier die neuen Zeiten kommen. Schade eigentlich.

Der Relaunch des zunächst als Foto-Blog geplanten, inzwischen aber doch breiter angelegten Blogs „geBILDet“ steht, bis jetzt läuft alles soweit rund. Die aktuellste Errungenschaft ist eine Implementierung des Plug-Ins „Landingsites — wer das mal testen mag, gebe mal in einer Suchmaschine die Begriffe „Also müssen Sie don’t kunstgriff“ ein und wähle den mit „geBILDet“ assoziierten Treffer aus der Liste aus — neben einer allgemeinen Meinung zum Gesamt-Layout interessiert mich vor allem die Meinung zur Box unter dem Post. So lassen? Verändern? Rauswerfen?

Was schreiben die anderen, die aus der BlogRoll? Cindy von der „Blogwiese“  macht eine Umfrage, wie lange man ihr Blog schon konsumiert — wer die „Blogwiese“ noch nicht kennen sollte, der mache sich mal auf.  (Wer weiß, ob Cindy nach der Hochzeit noch die Zeit findet, uns immer wieder den ein oder anderen bunt gemischten Blogteller zu servieren.)  Frau Indica von der „letzten Abfahrt vor der Bundesgrenze“ zeigt auf, wie gefahrenvoll Frankfurt/ … nein, nicht Main, das ist uns ja allen klar, wie gefährlich es dort ist — sondern …/Oder, diesem letzten Außenposten vorm Ostblock vor den EU-Ost-Erweiterungen, für Autofahrer ist. Ein wahrlich kurioser Unfall.(Wobei sich da gewisse Fragen ergeben: Ist die Luft in Frankfurter Parkhäusern an einem Freitag, den 13., so schlecht, dass Autofahrern plümerant wird? Ist die junge Fahrerin der alten Mär aufgesessen, das „R“ auf dem Schaltknüppel stünde  für „Ralleygang“? Oder wollte sie nur mal demonstrieren, wie ihr Mann Auto fährt?) Aber jetzt, wo wir die Abwrackprämie haben, kann man sein Fahrzeug natürlich auch rasch mal „wracken“ — ob das die Chance auf Genehmigung dieser staatlichen Subvention nachhaltig erhöht, weiß ich allerdings nicht und rate daher dringend von Nachahmungen ab! Noch ein Tipp für das neue Fahrzeug: Opel geht es gerade richtig schlecht.

Johanna sez hält den Konsum von „Germany’s Next Topmodel“ für „Kickboxen vom Sofa aus“. Bei „Der Ecki.de“ habe ich profunde Erkenntnisse zum Verbrauch von Klopapier gelesen — ich kann nur bestätigen, dass auch bei uns im 3 Jungs-1 Mädchen-Haushalt der Pro-Kopf-Verbrauch von Toilettenrollen umgekehrt proportional ist. Ich denke schon länger über eine Rationalisierung Rationierung dieser wertvollen Ressource nach. Außerdem — den Tipp gab mir ein Freund — könne man dreilagiges Papier auch auseinanderdividieren — so ähnlich drückte er sich aus. Man könnte also die Schichten trennen und einzeln verwenden. Mein Argument, man könne sich dann den Gebrauch von Wischutensilien gleich ganz sparen, wurde abgeschmettert. Übrigens ist der Grund, warum gerade in Deutschland mehrlagiges Toilettenpapier so beliebt ist, sehr simpel und einleuchtend: Man braucht für jeden Scheiß mindestens zwei Durchschläge. (Ähm, Tschuldigung, es brach so aus mir heraus.)

Zum Schluß noch ein paar Twitter-Fetzen, liebevoll, handselektiert, aber völlig zusammenhangslos aneinandergezimmert:

anaurath: „Man nehme ein paar Reizworte: Twitter, WoW, Amok, CS, Internet etc. mische sie gut durch – und schon hat man einen verworrenen Panikartikel!“.

PinkTwinkleStar: „Sektchen? #rosa_Sekt“ (Anmerkung: hinter dem niedlichen Wort „Sektchen“ steckt ja manchmal ein Sangria-würdiger Eimer voll)

InsideX: „Habe eine Entdeckung gemacht, wenn man viel Bass spielt, braucht man sich die Fingernägel nicht mehr schneiden. #wissen“

nimmersatt_tobi: „Schließmuskelkater.“

rebelflex:im studio von #annewill sitzt eine kommilitonin von mir im publikum.“ (Glückwunsch!)

PinkTwinkleStar: „Boa hier boxt der Papst!!! Nix los!!“

Puh: „N24: Kinder müssen verstehen, Geld ist nicht unendlich. Kann das mal jemand den Politikern sagen?“

Na, wenn das mal nicht das perfekte Schlusswort ist. Wie würde das, was ich jetzt dringend vorhabe, beTWITTERt werden? Ungefähr so: „Bett“ (Nachtfliegerin), „Heute war ein sehr schöner Tag, war Nachmittag zusammen mit einer Freundin in Konstanz Kaffee trinken und Abend war auch sehr gut. Gute N8″ (michaela_w), oder ganz schlicht und ergeifend: „Ich geh auch im Bett!! :)“ (PinkTwinkleStar).

Habe ich eigentlich schon mein Vorhaben bei Twitter kundgetan?

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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5 Antworten zu BemerkensWert: Tagesnachlese vom 15.3.09

  1. Cindy schreibt:

    Termin steht noch keiner und warum sollte ich dann keine Zeit mehr finden? *gg*

    • wahnwogen schreibt:

      Weil dich dann die ehelichen Pflichten rufen? Und die stehen oft dem Bloggen oft diametral entgegen. (Ich weiß bescheid, ich bin verheiratet!)

  2. Cindy schreibt:

    Bei mir sicherlich hoffentlich nicht. Es ändert sich ja nur der Name 😉

    • wahnwogen schreibt:

      DAS habe ich anfangs auch gedacht *LOL* Im Ernst: Es gibt eigentlich keinen Grund zu heiraten, außer einem, nämlich der Liebe. Und Liebe verzeiht viel, auch das Bloggen… Ich bin wirklich gerne verheiratet! (Und darf auch im Netz umher huschen. Trotz allem.)

  3. Cindy schreibt:

    Da wir beide unheimlich gerne im Internet unterwegs sind und beide bloggen, steht dem hoffentlich nichts im Wege 😉

    Und natürlich nur aus Liebe, sonst wäre es rausgeschmissenes Geld *gg*

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