„ey alder, du muschi…“

Wir leben in seltsamen Zeiten. Kein Thema, Sprache wandelt sich, und sicherlich ist jeder froh, dass das Mittelhochdeutsche nicht mehr im täglichen Sprachgebrauch ist.

Aber so weit wie gerade eben erlebt muss es dann mit dem Sprachwandel nicht gehen. Auf dem Heimweg beobachtete  ich die folgende Szene:

Mit erhobenem Mittelfinger stand eine junge Frau mit Kinderwagen mitten in einer Zufahrt, in welcher sie jemanden kommen sah, und schrie in dessen Richtung:

“Ey Alder, du Muschi, ich ruf dich an, und du gehs nich am Handy dran.”

Muss dazu noch irgend etwas gesagt respektive geschrieben werden? Meines Erachtens nicht — lassen wir’s mal so stehen und genießen.

Ach doch, eines noch: Wenn meine Kinder mal so reden, werden sie enterbt. Ey Alder, du Muschi, isch schwör‘.

In diesem Sinne…

J.

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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Eine Antwort zu „ey alder, du muschi…“

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