BemerkensWert: Tagesnachlese vom 3.3.09

Wirklich, ich hatte doch gerade eben erst geschrieben! Ich bitte Sie! Erinnern Sie sich auch noch an die Zeit, als Sie klein waren und unverbraucht, die Sommer wärmer und die Winter kälter? (Vielleicht sogar an den Kaiser, den vielzitierten?) Da war doch eine Stunde Wartezeit eine Ewigkeit, eine Weltreise hätte kaum langatmiger sein können. Vor allem am Abend vor Weihnachten, im Zusammenhang mit Geburtstagen und  zu solchen Anlässen, an denen man sich vor Vorfreude fast ins Hemd gemacht hätte? Wieso eigentlich sind 24 Stunden heute garnichts mehr wert? Da steht man auf, geht so seiner Dinge nach, und ehe man (nein, Cindy, das hat nichts mit dem Status deines zukünftigen Ehemanns zu tun!) sich versieht, liegt man schon wieder in seinem Bett und erwartet sanft schlummernd die nächsten 24 Stunden. Und auch da schafft man garantiert wieder nicht alles, was man sich vorgenommen hat. Zeit ist relativ, sagte ja schon Angela Merkel … Albert Einstein. Aber das sie sich im Laufe eines Lebens so inflationär gebärdet, ist wirklich nicht in Ordnung.
Nun denn, kurze Rede, langer Sinn: Die Fundstücke von heute.
Mainz schlägt Schalke (jaja, die guten alten Pokalgesetze), das alte Kölner Stadtarchiv war offenbar zu alt und stürzte ein. Das hier ist wirklich mal eine gute  Nachricht: Obama fährt die Einschränkungen der Naturschutzbestimmungen der Bush-Administration zurück. Und auch hier wünsche ich mir, dass möglichst viele von Ihnen davon betroffen sind: Dem Glücksgen, dass Gläser halb voll und Regentage wunderschön macht. (Die einen haben es, die anderen nehmen vermutlich Drogen — die neueste Drogentodesstatistik ist leider alles andere als erfreulich.)

Der Aphorismus #285 der „Neuen Fragmente eines Ungenannten“ führt heute ins Sozialistische, und den hier wollte ich schon länger mal bloggen: 20 Thesen zum bedingungslosen GrundeinkommenGnocchi sind eine Geschlechtskrankheit, und wer sich 333 Fakten über Sex (schon wieder dieses tolle Quotenwort!) antun möchte, sei hierher verwiesen. Bild online stellt Kerstin aus der DDR vor, die bei der Freundin ihrer Mutter die Hüllen fallen ließ.

Und bei Twitter, zum krönenden Abschluss? PinkTwinkleStar: „Der Elternabend war… informativ… und LECKER ;)“ und auch „Mein mann haut heute wieder Weisheiten raus.. das ist der Wahnsinn“. Pictureartist*mag keine listen, muss aber welche machen*“, und Deutschpopjunge gab bekannt: „Ich stell bald nen Song kostenlos Online! Is das geil? Dat is geil!“ Nimmersatt_tobi und seine… ähm… seine interessant zusammengestelltes Brotzeit sollen nicht unter den virtuellen Tisch fallen.

Zum Schluss noch „And you know you’re addicted to Twitter…„, damit gute Nacht und

in diesem Sinne…

J.

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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