BemerkensWert: Tagesnachlese vom 2.3.09

24 Stunden… sind nix. Schwups! Und Geschichte. Hatte mir für den heutigen, bis gestern abend um 23 Uhr noch als frei geplanten Tag so viel vorgenommen. Twittern, am Blog schrauben, ein bisschen Gitarre spielen — aber es kam anders, wie so oft im Leben. Die Päd.Ltg., ihres Zeichens die pädagogische Leitung der Berufsschule — das hätten Sie jtzt nicht gedacht, nicht wahr?– rief telefonisch nach meiner Vertretung wegen eines krankheitsbedingten Ausfalls. Und ich folgte. Von Hamburg nach Ahrensburg, 8 Stunden intensive Wissensvermittlung, dann im Schweinsgalopp zurück, und zum krönenden Abschluss ein Kieferorthoopädentermin mit meinen Großen. (Ich bin dann auch mal zielsicher im Wartezimmer eingeschlafen — hoffentlich haben sich die Jungs anständig betragen!)

Ich vergaß den Erwerb von Katzenstreu in einem großen Tier-Fachmarkt im überfüllten Bergedorf. Und nun wollen Sie schon wieder Fundstücke? Gut, in Ordnung, ein paar habe ich.

Da wäre zuerst mal ein wirklich übersichtliches und logisches Verkehrszeichen. Sie wissen ja, als Verkehrsteilnehmmer schätzt man durchdachte, zielführende Beschilderungen. Und dann so etwas hier.

Anwälte sind beschäftigte Leute. Honorabel und rechtschaffen. Sollte man meinen. Offenbar bleibt aber noch Zeit für humorige Einwürfe, die über den Verteiler gehen (und mich über eine geschätzte Freundin erreichen):

What ist the difference between a canoe and an american beer?
None! Both ist fucking close to water!

Gut, ich kannte den schon aus meiner Zeit in den USA, aber für Sie ist der möglicherweise neu. Eigentlich ist das auch garnicht lustig, sondern Realität. (Ähnlich verhält es sich übrigens mit Kölsch — auch „fucking close to water“ und eher schaumiges Katzenpipi als Pils, wie wir Norddeutschen es brauen und schätzen.) Norddeutsches Bier präsentiert sich übrigens in Zeiten, in denen neue, vornehmlich jüngere Ziegruppen anvisiert werden, so. (Auch wenn das ein fragwürdiges Unterfangen ist: Diese Seite ist gut gemacht.)

Das Tagesgeschäft hatte heute auch wieder einiges zu bieten: Die CIA vernichtet offenbar belastendes Material, und gegen Dieter Althaus wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Dass es im Sport nicht immer mit rechten Dingen zugeht, ist keine neue Erkenntnis, und nun hat es die Kieler Sprotten erwischt — Manipulationssvorwürfe gegen den THW Kiel.

Wenn Sie Artikel wie diesen hier regelmäßig lesen und auch sonst der „Ich leb‘ online“-Fraktion angehören, können Sie sich zu einer Mehrheit zählen, mehr noch, Sie sind Teil des „Herzens der Gesellschaft„.

Die wissenschaftliche Forschung hält so manche Überraschung bereit, alleine schon dadurch bedingt, welche Themen da so ergründet werden: Das Rätsel um Fusseln im Bauchnabel ist endlich gelöst. Was Autisten sind, wissen wir spätestens seit „Rain Man“; nun hat ein Savant, ein Inselbegabter, sein zweites Buch auf den Markt gebracht. Und auf den Phillippinen wurde der Worcester’s buttonquail (Turnix worcesteri), ein wirklich extrem seltener Vogel, entdeckt, abgelichtet — und dann verspeist.

Und die Twitternden? PinkTwinkleStar stellte uns bei Blip.fm ein akustisches Meisterwerk zur Verfügung und bemerkte zudem: „Hab gerade gesehen das der Bildschirm ja so was von dreckig ist!!„, nimmersatt_tobi nimmt uns mit in sein Universum: „Geschwitzt bäh bin ich.. folglich gehe ich duschen!„, und seanmalarkey präsentiert uns fotografisch sein Mittagbrot.
In Zeiten der Wirtschaftskrise, aber natürlich auch zu jeder anderen Zeit, wird ein kleines finanzielles Zubrot gerne mitgenommen. Man muss nur die geignete Geschäftsidee haben, und diese hier ist ein echter Start-up, „comes out of the box without capital investment“ und ist somit auch unabhängig von der Spendierhose des Kreditinstituts — könnte später mal einen schalen Beigeschmack bekommen, aber wer denkt schon immer Jahre im Voraus?

Cindy von der „Blogwiesehat Ja gesagt — herzlichsten Glückwunsch von dieser Stelle! Die „Neuen Fragmente eines Ungenannten“ haben im Aphorismus #282 einen Wein-Wasser-Heine zu bieten, im Aphorismus #283 dreht sich alles um die Frage, wie sinnvoll der Laserbeschuss eines Spiegels ist, und weitere bemerkenswerte Dinge gibt es morgen, nach einer ausreichenden Mütze Schlaf.

In diesem Sinne…

J.

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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2 Antworten zu BemerkensWert: Tagesnachlese vom 2.3.09

  1. Cindy schreibt:

    Vielen lieben Dank! 🙂

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