BemerkensWert: Tagesnachlese vom 24.2.09

Ich habe aufgegeben!

Ich habe aufgegeben, für die Tagesnachlese nur die neuesten Artikel heranzuziehen. Wenn ich heute einen Beitrag vom 26.3.1977 finde (was schon rein technisch eher schwierig sein dürfte!), dann kommt er auch heute hinein. (Für morgen gilt selbstverfreilich dasselbe. Und für übermorgen auch. Dann sehen wir weiter.)

Ich habe noch etwas aufgegeben. (Das Rauchen ist es übrigens nicht!) Und zwar den guten Vorsatz, derzeit nicht an einem eigenen WordPress Theme zu arbeiten. Mir war klar, dass könnte Arbeit bedeuten. Und nun hat es mich gepackt. (Den Sommerurlaub habe ich bereits storniert.) Erst wollte ich die Sache von Grund auf neu konstruieren, entsprechende Roh-Themes liegen herum auf dem Server, aber ich habe mich jetzt einem Theme gewidmet, welches ich wirklich gut finde: WordPress Default, bei jeder WordPress-Installation dabei, schlicht und geradeaus und nicht unedel, und eben schon „vorbereitet“. Bringt von Haus aus viele der Fiehtschers mit, die ich für wichtig erachte: Es ist übersichtlich, kompakt und mit sinnvollen Navigationsmöglichkeiten ausgestattet.  Heute habe ich mir zunächst das Design vorgeknöpft. Wer mal schauen mag: Hier geht’s zur  baustelle. (Nomen est omen. Die Inhalte dienen lediglich Testzwecken, Sinn und Verstand vermögen von ihnen keinesfalls auszugehen.)

Trotzdem bin ich ein bisschen im Netz herumgekraxelt. Mein Sohn ist noch immer krank, und so hatten wir einen entspannten Männertag. Mit NetBook und Nintendo DS aufm Sofa — das hat schon was. („Und geht nur ohne Mama“, wie mein Sohn anmerkte.) Bevor ich meine bemerkenswerten Fundstücke feilbiete, sei mir noch kurz gestattet, die gestrigen „tagesthemen“ als vorläufigen Höhepunkt der Krise zu bezeichnen. Nein nein, gegen die Sendung und das Format ist nichts einzuwenden — aber ich habe noch nie in einer Sendung einen derartigen Schlechte-Nachrichten-Beschuss Hagelschauer erlebt. (Oder zumindest nicht wahrgenommen.) „Das Schlimmste kommt noch„, prophezeit der amerikanische Notenbankchef Bernanke heute. Na, denn Prost Mahlzeit! Wie schlossen doch die „tagesthemen“ gestern? Sinngemäß so: Wenigstens beim Wetter haben wir teilweise gute Aussichten. (Wenn’s denn hilft…)

Nun aber zu den heutigen Fundstücken: Die Geschichte des Internets unter besonderer Berücksichtigung der Vernetzung war so eines (kostet aber 8 Minuten Lebenszeit), die „Neuen Fragmente eines Ungenannten“ haben im Aphorismus # 278 einen hochaktuellen Tucholsky im Angebot, bei „Achter“ habe ich einen Artikel mit der Überschrift „if you open your mind too much, your brain will fall out“ entdeckt (aber es sei gewarnt: Wenn Sie gerade eine frische Bauchoperation hinter sich haben, sollten Sie Abstand vom Genuss des Films nehmen — Lachen ist in so einem Fall wenig ratsam, lässt sich aber nicht vermeiden — nicht einmal, wenn Sie der  englischen Sprache nicht mächtig sind!).

Cem Basman spekuliert in der „Sprechblase“ über eine mögliche Twitter-Übernahme durch Google (das wäre echt ein Knaller!), „geBILDet“ (zugegeben aus unserem Dunstkreis) zeigt für Feinde wie Freunde des Automobils einen sehr TÜV-fernen Skoda (die einen frohlocken, den anderen wird es ein, zwei Tränen in den Augenwinkel treiben), bei „gut gebrüllt“ entdeckte ich „Was wahr ist…“ — wie  bekannt mir das doch vorkommt und wie wahr es doch ist.

Auf der „großen Bühne“ fielen die Negativ-Schlagzeilen nicht mehr auf — es ist wahrlich inflationär, die Krise umspült uns alle wie eine Wahnwoge. (Letztlich ist es ja auch eine, eingedenk der zum größten Teil hausgemachten Problematik.) Wie wohltuend, dass sich die Königshäuser mit Verlobungen beschäftigen, die Eheleute Graf-Agassi mal wieder auf englischem Kurzrasen Filzkugeln schlagen wollen und die Deutschen im Schnitt pro Tag eine kleine Flasche Bier konsumieren — jetzt in der Krise müssen wir da aber wohl noch eine kleine Flasche drauflegen, damit wenigstens die Brauereien von existenzbedrohenden Gewinneinbrüchen verschont bleiben. (Deutsche, trinkt gegen die Krise an!) Vielleicht schafft es der ein oder andere sogar, sich die Krise schönzutrinken.

Und nun: Schlusspunkt!

J.

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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