BemerkensWert: Der 21. Februar ’09

Nicht alles, was eine fette Schlagzeile macht, ist auch das, was die Wahnwogenden zwangsläufig bewegt. Was war heute bemerkenswert? In der großen Politik und im Mikrokosmos der Blogs? Wo bin ich hängengeblieben, was hat meine Aufmerksamkeit erhascht?

Sie wissen ja: Meist hat ETWAS (Artikel, Werbung oder so) nur eine 3-sekündige Chance, wahrgenommen zu werden. (Oder eben übergangen.) So brachten mich beim virtuellen Blättern diese Meldungen und Artikel aus dem Rhythmus:

Ami (isch freu misch riesisch) lässt sich recht klug im Blog „Ami — embedded Blogger im Vorhof der Hölle“ über Disziplin aus (Liebe und Strenge müssen kein unlösbarer Widerspruch sein!), die Geißböcke bezwingen den ehemaligen Weltpokalsieger in dessen eigener Arena (Klinsmann: „Es ist einiges schief gelaufen heute“), dem Blitz aus Rüsselsheim droht angeblich die Insolvenz (Opel ist Teil meines sozio-kulturellen Hintergrundes), der britische Tenor Paul Potts hat einen Echo verliehen bekommen (Chapeaux! oder vielmehr: Hats off! — auch ich bin nicht resistent gegen hochemotionale Momente), der bereits in unserem Blog gescholtene (1, 2) CDU-Fatzke Philipp Mißfelder lehnt eine Entschuldigung ab (kleiner Tipp: Argentinien hat den Holocaust-Leugner Williamson des Landes verwiesen… da könnte doch Deutschland… ach, lassen wir das!), „die Sache mit dem Kuss“ wäre auch der von mir präferierte Titel für eben „die Sache mit dem Kuss“ gewesen, Uwe Boll aus Wermelskirchen ist für die „Goldene Himbeere“ nominiert und „Socks“ ist gestorben. Schon gestern rief Cindy auf der „Blogwiese“ dazu auf, die Hosen runterzulassen (ich habe es aber erst heute entdeckt — Herrschaftszeiten, was für ein Bild!!!), und noch ein paar Tage länger ist es her, dass Torsten im taxi-blog.de über die unsinnigsten Taxifahrten berichtet (eine Hitliste aus 15 Jahren) — sorry, ich habe erst heute nachmittag Zeit gehabt, ein wenig zu surfen und die Sachen entsprechend spät entdeckt!

Vielleicht wird BemerkensWert eine  dauerhaftere Einrichtung — hier könnten sich Wahn- und Gutwogen die Waage halte, was möglicherweise dem inneren Milieu zugute kommt. (Gutwogen sind ansonsten so selten, leider. Konjunkturell und menschlich determiniert.)

In diesem Sinne…

J.

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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