Kindergerechter Terrorismus

Empfängnisverhütung sei geeignet, Jugendkriminalität buchstäblich im Keim zu ersticken, sagte Harald Schmidt einmal. Und da Vorsicht besser ist als Nachsicht und man nie früh genug anfangen kann, gewöhnen wir unsere Kinder jetzt schon an Kriminalität und Terrorismus.

Dieses Blog hat das Motto „Weil die Welt ist, wie sie ist“. Nun, in allererster Linie ist die Welt schlecht. Terroristen lauern überall, ständig muss man einem Kugelhagel ausweichen oder ein Flugzeug explodiert in unmittelbarer Nähe. Und das, obwohl offiziell gar kein Krieg herrscht; sonst hätte es doch sicher eine Bekanntmachung des Bundesministers der Verteidigung gegeben. Und Kriegsanleihen, denn wo Krieg ist, sind auch Spekulanten, die mit selbigem Geld verdienen wollen. Im Am-Krieg-verdienen spielen die Deutschen in der Champions League.

Es spricht also alles dafür, dass kein Krieg herrscht. Um aber schon unsere Kinder auf diese kriegslose, aber gleichwohl lebensgefährliche Situation vorzubereiten, ist Playmobil jetzt einen völlig neuen Weg gegangen:

*trommelwirbel*

Es ist endlich da, das Spielzeug für das sicherheitsbewusste Kind!

*ende trommelwirbel*


Playmobil Security Checkpoint
Der Playmobil Security Check Point ist im Handel erhältlich! Natürlich derzeit noch ausschließlich im US-Store, aber die Amerikaner waren ja schon immer sehr viel sicherheitsbewusster als die schlampigen Europäer.

Jetzt ist eigentlich nur noch abzuwarten, wann die Zusatzmodule erscheinen:

  • Der islamistische Bombenleger, stilecht mit langem krausem Vollbart
  • Eine Schar konservativ mit Shador vermummter Islamistinnen
  • Eine Variante des Playmobil-Flugzeuges, diesmal mit beeindruckend echt wirkenden Explosionsspuren.

Ralf

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Eine Antwort zu Kindergerechter Terrorismus

  1. wahnwogen schreibt:

    Bezugnehmend auf den Artíkel, möchte ich noch kurz hinzufügen, dass ich mich vor vielen Jahren mit meiner Mutter in einem Streit um Playmobil-Utensilien befand. Grund des Streits: Sie hatte viele beschmierte Playmobilhäuser, angeschmorte Polizeifahrzeuge sowie mit Löchern versehene und blutend angemalte Figuren entdeckt. Natürlich regt eine Mutter so etwas auf, zumal vieles davon Geschenke meiner Eltern waren, und sie forderte eine Erklärung von mir. Die sie auch prompt bekam: Ich hatte Demo gespielt. Und da Playmobil mir die entsprechende Umgebung nicht zur Verfügung hat stellen können, bereitete ich die vorhandenen Teile nach meinen Vorstellungen auf. Bleibt noch anzumerken, dass der Kampf regelmäßig mit härtesten Bandagen geführt worden ist. (Durchbohrte Leiber, verunfallte Einsatzfahrzeuge etc.)

    J.

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