Alles Sexsomnia, oder wie?

Es wurde im Journal of Clinical Forensic Medicine veröffentlicht, und wir alle haben es immer gewusst: Nicht alles, was sich nachts im Bett abspielt, hat mit gesundheitsförderndem Schlaf oder bewusst spaßbesetzter Akrobatik zu tun. „Sexsomnia“ nennen es die Wissenschaftler. Unbewusste sexuelle Praktiken im Schlaf.

Das kann sich in eigenmanipulativen Handlungen äußern, aber auch — das Vorhandensein eines greifbar nahen Partners vorausgesetzt — in echtem Verkehr münden.

Wer ist wohl häufiger betroffen? Na? Richtig, die Frauen. (Glatte Lüge, das!) Etwa 80 Prozent der Betroffenen sind Männer. Betroffene — das weist uns auf einen Sachverhalt von pathologischem Wert hin. Schließlich wurde Untersuchung auch im Journal für klinische forensische Medizin veröffentlicht.

Ich hätte auf 99,74 Prozent betroffener Männer getippt. Und nur o,26% Frauen, die dann wirklich eine diesbezügliche Störung haben, während Männer um eine geniale Ausrede nicht länger verlegen sein müssen.

„Schatz, ich habe Kopfschmerzen!“ Um diese Zuflucht zu einem körperlichen Symptom müssen sich Männer nun nicht mehr scheren. Schließlich sind sie krank, sonst nichts. Wie gut doch, dass es Forscher gibt, die das Recht des Mannes auf Ausübung ehelicher Pflichten derart untermauern. (Es sei in diesem Zusammenhang auch auf einen Wahnwogen-Eintrag verwiesen.)

Beim Googeln des Begriffs (andere nennen es Recherche) fallen einem dann Seiten in die Hände, die hier nicht vorenthalten werden sollen: hier (hier auch Hintergründe zum Thema), Wikipedia hat auch einen entsprechenden Eintrag, und bei Imedo sagt eine, von einem Betroffenen Betroffene: „Mein Mann leidet unter Sexsomnia und ich geh daran kaputt…

Sexsomnia — eine Erscheinung mit offenbar ernsthaften Folgen Kollateralschäden. Trennungsgrund: Unbewusste sexuelle Praktiken im Schlaf.

In diesem Sinne allen, die bewusst und freiwillig das tun, was der Arterhaltung dienen kann, viel Freude daran.

J.

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Hundemensch, Dozent, Fotograf & bekennender Castor-Gegner mit Hang zu allerlei, zur Gitarre zum Beispiel oder zur Hühnerherde oder zum eigenen Kompost. Mag Bücher und Eichhörnchen. Und Katzen, zumindest zeitweise. Und den FC St. Pauli, obwohl diese Beziehung in letzter Zeit einige Dellen aufweist. Wurde vor Jahren aus Hamburg ins wendländische Gemüse gezerrt und zur Landpomeranze gemacht, wandert aber demnächst aus dem Wendland wieder aus. Die Wassermühle in Tangsehl war einfach zu anmutig, um sie zu ignorieren.
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